„Having Our Say“ ist eine glorreiche Reise durch das bemerkenswerte Leben zweier Schwestern

Ella Joyce (Bessie Delany, links) und Marie Thomas (Sadie Delany) in Chuck Smiths Wiederaufnahme von Emily Manns 'Having Our Say: The Delany Sisters' First 100 Years' im Goodman Theatre bis 10. Juni. | Liz Lauren

Die Delany-Schwestern – Bessie und Sadie – möchten Ihnen ihre Geschichte erzählen.

Das ist die Prämisse von Have Our Say: The Delany Sisters' First 100 Years, dem aufschlussreichen und unterhaltsamen Blick des Goodman Theatre auf die afroamerikanische Geschichte aus den Augen zweier Hundertjähriger – Bessie ist 101 und Sadie 103 – die ein erfolgreiches Berufsleben führten. erhebt sich über alle Arten von Rassenvoreingenommenheit.



„Unser Wort haben: Die ersten 100 Jahre der Delany-Schwestern“

1⁄2

Wann: Bis 10. Juni

Wo: Goodman Theatre, 170 N. Dearborn

Tickets: $20-$75

Die Info: goodmantheatre.org

Adaptiert von Emily Mann aus den 1994 mit Amy Hill Hearth verfassten Memoiren der Delany und erstmals 1995 inszeniert, untersucht Having Our Say die Beziehung, Erziehung und das Familienleben der Schwestern im historischen Kontext der lebensverändernden Ereignisse des 20. Jahrhunderts — von der bitteren Ära der Lynchmorde von Jim Crow, der Rassentrennung und der Bürgerrechtsdemonstrationen bis hin zur Weltwirtschaftskrise, den Weltkriegen und dem Frauenwahlrecht.

Unter der Leitung von Chuck Smith erwecken Ella Joyce (Bessie) und Marie Thomas (Sadie) die Schwestern mit Wärme, Anmut und guter Laune erfolgreich zum Leben. Während dieses zweistündigen Eintauchens kann man nicht anders, als in diesen fesselnden Blick auf die Geschichte durch die Erinnerungen dieser beiden widerstandsfähigen Frauen mitgerissen zu werden.

Die Delanys sprechen direkt mit dem Publikum und heißen jeden in ihrem Haus in Mt. Vernon, New York, um 1993 willkommen. Linda Buchanans würdevolles Bühnenbild – ein sich drehendes Wohnzimmer/Küche-Esszimmer – gefüllt mit kleinen aufschlussreichen Details – trägt viel zu unserem Verständnis bei aus dem Leben dieser stolzen Jungfrauen. Über der Bühne hängen Dutzende leerer goldener Bilderrahmen, als warteten sie darauf, mit Familiengeschichten ausgefüllt zu werden.

Das Set (entworfen von Linda Buchanan) mit Ella Joyce (Bessie Delany) und Marie Thomas (Sadie Delany) von Chuck Smiths großer Wiederaufnahme von Emily Manns „Having Our Say: The Delany Sisters’ First 100 Years at the Goodman Theatre“. | Liz Lauren

Das Set (entworfen von Linda Buchanan) mit Ella Joyce (Bessie Delany) und Marie Thomas (Sadie Delany) von Chuck Smiths großer Wiederaufnahme von Emily Manns „Having Our Say: The Delany Sisters’ First 100 Years at the Goodman Theatre“. | Liz Lauren

Die Geschichte der Delanys beginnt mit einer detaillierten Untersuchung ihres Stammbaums, akzentuiert durch auf der Bühne projizierte Fotos ihrer Vorfahren, die ein detailliertes Porträt einer liebevollen Familie im ländlichen Süden enthüllen. Diese Fotos und die faszinierenden Geschichten, die sie begleiten, sind voller faszinierender Ahnengeschichten.

Zusammen mit acht Brüdern und Schwestern wuchsen Bessie und Sadie auf dem Campus des St. Augustine’s College in Raleigh, N.C., auf, wo ihr Vater Henry, ein Pfarrer, Lehrer und ihre gemischtrassige Mutter Nanny eine Verwalterin war. Ihr Vater, in die Sklaverei geboren, wurde der erste schwarze Bischof der Episkopalkirche.

Ihre Eltern verbreiteten immer wieder die Idee, dass Bildung immer den Unterschied macht. Und obwohl es nie viel Geld gab, fanden die Schwestern und ihre Geschwister Wege, um erfolgreich zu sein – sie besuchten das College und fanden Karrieren trotz der Straßensperren für Farbige, wie die Schwestern sich selbst gerne nennen.

Sadie war die erste farbige Lehrerin, die in New York City Hauswissenschaften an der High School unterrichtete (es gibt eine schlaue, lustige Geschichte über ihre Ankunft an ihrem ersten Schultag); Bessie besuchte die Columbia University, studierte Zahnmedizin und gründete schließlich eine Praxis in Harlem. Es war nicht immer einfach, da sie sich ihrer Demütigung gegenübersahen, aber sie haben sich immer über den Streit hinweggesetzt und Wege gefunden, weiterzumachen.

Mann packt viel von der selbstgemachten Weisheit der Schwestern in das Stück (Das Leben ist kurz, und es liegt an dir, es süß zu machen) sowie manchmal bissige humorvolle Witze (Wir haben nie geheiratet. Wir hatten nie Ehemänner, die uns zu Tode ängstigen. ). All dieses Material fließt zusammen, lässt das Publikum jedoch nie selbstgefällig werden. Die Weisheit und der Humor stehen neben der erschütternden Realität, als Bessie erzählt, wie sie einem Lynchmord nur knapp entgangen ist.

Während sich das Stück entfaltet, ist es die starke Bindung zwischen Bessie und Sadie, die die Geschichte antreibt. Sie zügeln sich gegenseitig: Bessie, immer die freimütige, wagemutige Schwester, steht im Gegensatz zu Sadie, die umsichtig ist, auf ihre Manieren achtet und die süßere von beiden ist. (Wie Bessie sagt, sie weiß, dass Sadie in den Himmel kommt, aber sie ist sich ihrer selbst nicht so sicher.)

Bessie starb 1995 im Alter von 104 Jahren, gefolgt von Sadie, die 109 Jahre alt war. Mit ihren Memoiren und diesem Stück haben diese bemerkenswerten Frauen ein einzigartiges Erbe hinterlassen. Durch diese schöne Wiederbelebung begrüßen sie uns weiterhin in ihrer bemerkenswerten Lebensgeschichte.

Mary Houlihan ist eine lokale freiberufliche Autorin.

Marie Thomas (links, als Sadie Delany) und Ella Joyce (Bessie Delany) diskutieren die Themen des Tages in dieser Szene aus

Marie Thomas (links, als Sadie Delany) und Ella Joyce (Bessie Delany) diskutieren die Themen des Tages in dieser Szene aus 'Having Our Say: The Delany Sisters' First 100 Years at the Goodman Theatre'. | Liz Lauren