Josh Ritter setzt starkes Storytelling für „Gathering“ fort

Josh Ritter | Laura Wilson Foto

In 2006, Paste zählte ihn zu den 100 besten lebenden Songwritern. Josh Ritter kann durchaus Lieder schreiben. Zu fast jedem Thema, das ihm durch den Kopf geht – oder seinem Herzen. Und das umfasst alles, von Raketensilos bis hin zu ägyptischen Mumien. Von Liebe und Herzschmerz ganz zu schweigen.

Nach einer verheerenden Scheidung im Jahr 2011 veröffentlichte Ritter The Beast in Its Tracks (2013) eine sehr intime, emotionale und (überraschend) erhebende Reise durch starke Geschichten der Hoffnung, selbst in den dunkelsten Momenten des Lebens. Es war eine Art Katharsis, eine autobiografische Reise, die er beim Songwriting selten unternahm.



2015 erschien Sermon on the Rocks, ein Album, das er als etwas Großes beschrieb. Ich wollte, dass es hart schwingt. Ich wollte durch das Schlüsselloch des Todes spähen. Ich wollte, dass mein Monster rennt.

Ritter hat nie zurückgeschaut.

Ich denke, in Geschichten gibt es einen Punkt, an dem die Texte der Geschichte untergeordnet sind, gegenüber dem, was mir gerade durch den Kopf geht, sagt Ritter kürzlich in einem Telefongespräch. Ich habe diese großartige Gelegenheit bekommen, meinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Musik zu verdienen, und ich möchte es einfach richtig machen.

JOSH RITTER & DIE ROYAL CITY BAND

Wann: 19 Uhr 9. November

Wo: The Vic, 3145 N. Sheffield

Tickets: $32,50-$129 (ab 18)

Die Info: ticketfly.com

Gathering stellt fest, dass Ritter ein neues Kapitel in seinem Leben beginnt und seine Worte und Musik sprechen lässt. Gospel, Folk und Pop befeuern die tief empfundenen Tracks des Albums.

Jede Platte ist für mich eine instinktive Reaktion auf die vorherige, fügt Ritter hinzu. Zwischen 'Sermon on the Rocks' und 'Gathering' habe ich mit Bob Weir von [the Grateful Dead's] an seinem Album [Blue Mountain] gearbeitet und was ich wirklich aus dieser Erfahrung gelernt habe, war, den Prozess [wie Weir Musik macht] zu sehen. . ich lernte viel .

[Vor diesem Projekt] Der Gedanke, dass ich immer das Richtige wüsste, hat mich ziemlich getrieben. Mit ‚Gathering‘ habe ich versucht, [Bobs] Aufgeschlossenheit in meine eigenen Sachen einzubringen und so viele Ideen wie möglich [zu sammeln]. Das hat wirklich Spaß gemacht. Unter den Tracks auf Gathering ist Ritters Duett mit Weir auf „When Will I Be Changed“.

Aufgewachsen in einem sehr religiösen Haushalt in Moskau, Idaho, sagte Ritter, dass sein früher Wortschatz mit religiösen Themen und Metaphern gefüllt war. Ich spüre diesen Subtext in meiner Musik, sagt Ritter. Schon früh war ich den Hymnen sehr ausgesetzt. Wenn man darüber nachdenkt, sind Hymnen eine Form von Volksliedern. Sie geben die amerikanische Geschichte weiter, um unsere Vergangenheit zu verfolgen.

Die Lieder auf Gathering sind sehr gegenwärtig und finden Ritter an einem guten Platz in seinem Leben, indem sie Emotionen enthüllen, die er nicht länger zurückhalten konnte.

Ich habe wirklich das Gefühl, dass ich über einige Gefühle sprechen konnte, die ich hatte. Ich habe gelernt, dass es wirklich gut ist, diese Gefühle auszudrücken. [Es ist wie] eine Menge Zeug auf deinem Dachboden zu haben, das sich ständig aufbaut und du musst dieses Zeug einfach aus deinem Leben entfernen.

Für diese Tour hat sich Ritter mit einigen seiner engsten Freunde und musikalischen Verbündeten in Form der Royal City Band umgeben – Zack Hickman (Bass, Gitarre, Tuba, Streicher), Sam Kassirer (Klavier, Keyboards, Orgel, Akkordeon), Austin Nevins (Gitarre, Lap Steel, Gesang) und Liam Hurley (Schlagzeug, Percussion). Die Chemie ist einfach toll. Wir haben gerade so eine gute Zeit [auf der Bühne].

Er tourt auch mit seiner Familie, einschließlich seiner bald fünfjährigen Tochter Beatrix. Vater zu sein hat sein Leben und sein Leben auf der Straße geprägt.

Ich bin seit 20 Jahren auf Tour, wenn also jemand Neues mit dir unterwegs ist, merkst du Dinge, die du für selbstverständlich gehalten hast. Ein Kind zu haben sei so, sagt die 41-Jährige. Sie haben diese neue kleine Person, die die Welt zum ersten Mal sieht und die Sie Dinge schätzen lässt.

Sie erleide keine Narren, fährt Ritter lachend fort, als er gefragt wird, ob seine Tochter seine Lieder mag. Sie mag es immer noch. Zumindest habe ich immer noch ihren Respekt.